Die LEADER-Region Westlausitz, die aus 12 Städten und Gemeinden besteht, hatte bereits in ihrem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) aus dem Jahr 2007 die Entwicklung zur „Energieautarken Region Westlausitz“ als eines der Leitprojekte festgelegt. Mit dem Projekt verfolgte die Region das Ziel, rein rechnerisch genauso viel Energie regional zu erzeugen wie übers Jahr von der Region verbraucht wird (vorrangig in den Bereichen Wärme und Strom). Mit der Umsetzung des Leitprojektes sollte der Region zudem ein Image verliehen werden, mit dem sich die Einwohner identifizieren konnten und welches durch diese mit getragen wird.

Im Rahmen dieses Leitprojektes wurden in der Westlausitz zwei sächsische Pilotprojekte umgesetzt. 

Auch in der aktuellen LEADER-Entwicklungsstrategie für die Region spielt der Bereich der intelligenten und nachhaltigen Nutzung von Energie eine wichtige Rolle. So wird das kommunale Energiemanagement in den Städten und Gemeinden auch nach Projektende fortgesetzt.

Auf unserer Energie-Homepage informieren wir über den Prozess und Erfahrungen aus dem Projekt.

Energie-News

7 Punkte, die die Politik bei PV, Wind, Wasserstoff und E-Mobilität ändern muss


Nicole Weinhold

Viele Unternehmer aus der Solarbranche sind froh darüber, dass der Solardeckel rechtzeitig gehoben wurde. Zu ihnen gehört auch Torsten Szielasko, Geschäftsführer des Lambsheimer Unternehmens Gaia mbH.

Doch nach seiner Auffassung muss noch einiges passieren, damit die Klimaschutzziele bis 2030 erreicht werden. Um 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu beziehen, müsste die bisher installierte Leistung fast verdoppelt werden. Folgende Anpassungen schlägt er vor:

1. Systemrelevanz

So wie bei der letzten Wirtschaftskrise die Banken als systemrelevant erklärt wurden, sollten jetzt die erneuerbaren Energien als Grundlage des wirtschaftlichen Neustarts nach der Corona-Krise ebenfalls als systemrelevant erklärt werden.

2. Abnahme von Strom aus Altanlagen

Bei der Solarenergie sollten Netzbetreiber dazu verpflichtet werden, den Strom funktionsfähiger Photovoltaikanlagen, die aus der EEG-Förderung fallen, weiter abzunehmen.

3. Flächen für die Windkraft

Für Windenergieanlagen, die aus der EEG-Förderung fallen, ist eine Strategie erforderlich, um die bereits bestehenden Flächen und Infrastrukturen weiter für die Energiewende nutzen zu können.

4. Überkapazitäten abbauen

Gefordert wird ebenfalls, dass die Überkapazitäten der starren fossilen Restlast von konventionellen Kraftwerken abgebaut werden. Das würde sowohl das Klima als auch die Kosten der Energieerzeugung entlasten. Denn trotz des gesetzlichen Einspeisungsvorrangs für erneuerbaren Energien werden Windparks runtergeregelt, während konventionelle Kraftwerke weiter Strom in die Netze einspeisen.

5. EEG-Umlage anpassen

Obwohl die Gestehungskosten der Stromerzeugung durch die Erneuerbaren Energien in den letzten Jahren gesunken sind, kommen die niedrigen Kosten beim Endverbraucher nicht an. Zwar wird ein Zuschuss aus Haushaltsmitteln des Bundes zur schrittweisen Senkung der EEG-Umlage geleistet, so dass diese im Jahr 2021 bei 6,5 Cent/kWh und im Jahr 2022 bei 6,0 Cent/kWh liegen wird. Es ist aber ungeklärt, was in den Jahren danach passiert. Das beseitigt das strukturelle Problem der EEG-Umlage nicht.

6. Wasserstoff aus Erneuerbaren

Ein Umstieg von fossilen Energieträgern auf Wasserstoff macht nur Sinn, wenn hierbei die Erneuerbaren eingebunden und Potenziale durch deren beschleunigten Ausbau gehoben werden. Statt z. B. die Windenergieanlagen an windhöffigen Tagen mit geringem Strombedarf wegen der gesetzlichen Regelung, dass sie für den ganzen Tag keine Vergütung erhalten, wenn der Strom an den Strompreisbörsen mehr als sechs Stunden negativ ist, abzuschalten, könnte bzw. sollte der hier systembedingt verloren gegangene Strom im Rahmen der sogenannten „Power-to-X“-Strategie für die Erzeugung von grünem Wasserstoff genutzt werden.

7. Quote für saubere Mobilität

Anstatt die Prämie des Bundes für die Anschaffung von Elektro-Fahrzeugen als „Innovationsprämie“ zu verdoppeln, sollte man den Auto-Herstellern eine Quote vorgeben und darauf hinwirken, dass es mehr preisgünstigere Fahrzeuge gibt, sowie die Lademöglichkeiten ausbauen.

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Kohlevertrag lässt Chance auf früheren Ausstieg zu - trotzdem Proteste


Tilman Weber

Die Führung des Essener Konzerns RWE hatte für die Hauptversammlung eine in ihren Augen wohl sehr gute Botschaft mitgebracht: Er könne „ganz aktuell“ für den geplanten Ausstieg des Unternehmens aus der Erzeugung von Strom aus fossilen Energiequellen über die entscheidende und bisher noch fehlende Einigung zwischen der eigenen Branche und der Bundesregierung berichten, deutete Konzernchef Rolf Martin Schmitz an. „In Deutschland haben wir uns mit der Bundesregierung auf einen öffentlich-rechtlichen Vertrag geeinigt …“, sagte Schmitz und lobte: „Dieser Vertrag setzt für die Braunkohle das um, was sowohl in der „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ als auch in der Bund-Ländervereinbarung festgelegt wurde.“ Zudem forderte er die Parlamentarier im Bundestag zur Zustimmung für den am Donnerstag vom Kabinett der Öffentlichkeit präsentierten Vertrag. „Jetzt liegt das Verfahren im Parlament und wir hoffen, dass es in Kürze abgeschlossen wird.“

Es bleibt bei 4,35 Milliarden Euro Entschädigung

Dieser Vertrag mit den deutschen Braunkohleunternehmen sieht für RWE eine Entschädigung von 2,6 Milliarden Euro für die Stilllegung von Tagebauen und Kraftwerken sowie für den mitteldeutschen Braunkohlekonzern Leag weitere 1,75 Milliarden Euro Ausgleichszahlungen vor. Das Geld zahlt die Bundesrepublik Deutschland für die Kohlekonzerne als Ausgleich für wirtschaftliche Mindererträge in einem eigentlich einmal auf unbegrenzte Zeit angelegten Energieerzeugungsmodell mit fossilen Kraftwerken – und zwar in derselben Höhe, die bereits im Januar als Ergebnis einer Einigung zwischen Bund und den Kohleländern feststand.

Doch Bundestagsabstimmung und Option früheren Ausstiegs

Anders als noch am Mittwoch von im Klimaschutzlager verorteten Oppositionspolitikern und Klimaschutzorganisationen befürchtet, hatte das Kabinett die Möglichkeit eines früheren Kohleausstiegs als im Jahr 2038 doch noch eingeräumt. In dem am Donnerstag von der Regierung verabschiedeten Vertragsentwurf steht nun, dass die Bundespolitik das Abschalten der Kohlekraftwerke in den Jahren nach 2030 auch um drei Jahre bis zur Stilllegung des letzten Kraftwerks auf 2035 vorziehen kann. Sie muss dieses dann fünf Jahre vorher bekannt geben. Weitere Entschädigungen an die Kohlewirtschaft sind sogar ausgeschlossen, auch wenn die Energiewende dadurch schneller kommt, dass Kohlekraft durch einen immer höheren CO2-Preis unwirtschaftlich wird oder der Ausbau der Erneuerbaren schneller als aktuell vorauszusehen erfolgt. Die Politik darf ausdrücklich hier daher weitere Energiewendereformen vorantreiben, ohne dafür mit Entschädigungsklagen durch die Konzerne rechnen zu müssen.

Außerdem enthält der beschlossene Vertrag weiterhin den Vorbehalt, dass er dem Bundestag noch einmal vorgelegt werden muss. In der Version am Mittwoch war diese Passage zwischenzeitlich gestrichen. Am 3. Juli soll die Bundestagsabstimmung nun erfolgen.

Tagebau Garzweiler erhält Quasi-Garantie

Beim Braunkohletagebau allerdings gilt nun der Tagebau Garzweiler vertraglich festgehalten als wichtig für die Energieversorgung. Eine Verschonung der vom Abbruch bedrohten Dörfer in dem Revier ist damit vom Tisch. Der symbolisch für die Anti-Kohlekraft-Aktivisten wichtige Hambacher Wald im Tagebaugebiet Hambach hingegen ist gegen weitere Rodungen geschützt. Nicht geschützt ist er hingegen davor, dass an seinen Flanken der Tagebau weiter vorangetrieben werden darf – und damit die Austrocknung des Waldgebietes durch weiteres Absinken des Grundwasserspiegels droht.

Tagebau-Blockade und FFF-Demo in Essen

Am Freitag blockierten Aktivisten Bagger im Tagebau Garzweiler. Demonstranten von Fridays for Future demonstrierten in der Essener Innenstadt. Die Klimaschützer kritisieren nicht zuletzt auch, dass die Entschädigungen viel höher ausfallen, als die geänderten wirschaftlichen Bedingungen auf dem Strommarkt es erfordert hätten. Denn die stark gefallenen Strommarktpreise machen zunehmend auch die Kohleverstromung unwirtschaftlich.

Zweifelhafte Restrentabilität der Kohlekraftwerke

Ein weiteres Beispiel für die ohnehin bedrohte Rentabilität der Kohlekraftwerke lieferte am Freitag ausgerechnet RWE-Chef Schmitz selbst. Auf der Hauptversammlung erklärte er, RWE nehme "aktuell keinen Strom von Datteln 4 ab". RWE habe die vor Jahren abgeschlossenen Verträge mit dem Datteln-Betreiber Uniper wirksam gekündigt. Eine Abnahmeverpflichtung gebe es daher nicht. Das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 war vor gut einem Monat um viele Jahre im Vergleich zum ursprünglich gesetzten Fertigstellungstermin trotz heftiger Kritik noch in Betrieb gegangen. Nun droht offenbar ein Rechtsstreit zwischen RWE und Uniper. Von den 1.100 Megawatt Kraftwerksleistung waren gemäß der früheren Übereinkunft 450 MW zur Stromerzeugung für RWE vorgesehen.

Wie lassen sich Rotorblattschäden schnell und günstig feststellen?


Nicole Weinhold

Um Herausforderungen im Zusammenhang mit Rotorblättern beim Betrieb von Windenergieanlagen drehte sich alles bei einer Webkonferenz der Firma Eologix. Zunächst erklärte dort Matthias Miksits von Verbund Green Power, einem grünen Energieversorger mit Hauptsitz in Österreich, welche Erfahrungen sein Unternehmen mit zustandsbasierter Instandhaltung hat. „Rotorblätter sind in struktureller Hinsicht eine der kritischsten Komponenten der Windenergieanlagen“, betonte Miksits zunächst. Verbund betreibt 153 Windenergieanlagen mit 418 Megawatt in Österreich, Deutschland und Rumänien.

Prüfungsmethoden für Rotorblätter

In seinem Vortrag stellte er die verschiedenen Prüfungsmethoden vor, die dem Windkraftservice zur Verfügung stehen. Die Seilzugangstechnik, wo also ein Kletterer am Seil am Rotorblatt in der Höhe arbeitet, sei sehr verbreitet, so Miksits. Hier sei eine genaue Dokumentation möglich, eine Blitzschutzprüfung könne ebenfalls im Zuge der Überprüfungen durchgeführt werden sowie auch eine Überprüfung der Blattinnenseite. Die Nachteile dieser Technik seien aber Witterungsabhängigkeit, hohe Kosten und hoher Zeitaufwand, zumal man mit fünf bis sechs Stunden rechnen müsse pro Anlage. Bei der Prüfung mithilfe von Drohnen sei der Zeitfaktor mit 1,5 Stunden je Anlage deutlich niedriger, dafür gebe es hier aber keine Blitzschutzüberprüfung und eine Begutachtung des Blattinnenraumes sei ebenfalls nicht möglich. Was die Witterungsverhältnisse angeht, gilt eine maximale Windgeschwindigkeit 12m/s, außerdem kein Regen- bzw. Schneefall.

Bodenbasierte Systeme zur Rotorblattprüfung

Bei der Überprüfung mittels bodenbasierter Systeme sieht Miksits als Vorteil kurze Stillstandszeiten von 1,5 Stunden pro Anlagen. Die Arbeit kann zudem mit Eigenpersonal durchgeführt werden. Nachteilig aber auch hier: Keine Blitzschutzüberprüfung ist möglich. Eine Begutachtung des Blattinnenraumes ist nicht möglich. Außerdem: Hohe Anschaffungskosten, Personal für Bedienung der Windenergieanlage ist erforderlich, somit sind also mindestens zwei Personen im Einsatz. Geplant ist bei Verbund die Überprüfung mittels Robotik-Systemen. Sie versprechen kurze Stillstandszeiten der Windenergieanlage. Blitzschutzmessung und Begutachtung des Blattinnenraumes sind möglich. Allerdings habe man wenig Erfahrung mit dem System, da es noch nicht im Einsatz ist bei Verbund.

Risse im Gelcoat

Als häufigste Rotorblattschäden sieht Miksits Risse im Gelcoat bzw. in der Beschichtung an. Außerdem das Ablösen bzw. defekte Erosionsschutzfolien. Und schließlich kommen auch Blitzschäden immer noch oft vor. Verbund habe bei der Reparatur Erfahung mit Seilzugangstechnik, mit Seilbühne und Hubsteigern. Beim Abseilen sei der Nachteil, dass sich nicht alle Reparaturen machen ließen. Bei der Seilbühne wiederum würden höhere Kosten entstehen, zumal die Montage der Seilbühne aufwändig sei und die Anlagen lange stillstehen würden. Der Hubsteiger wiederum sei an sich schon eine teure Technik. Zudem würden die Anlagen immer höher. Entsprechend sei der Einsatz wegen begrenzter Höhenerreichbarkeit begrenzt.

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Schweizer Parkplatz mit faltbarer Solaranlage überdacht


Die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke (SAK) haben den 4.000 Quadratmeter großen Parkplatz der Luftseilbahn in Jakobsbad-Kronberg mit einem Solargenerator überdacht. Das Besondere ist, dass die Anlage als Faltdach konstruiert ist. Sie fährt aus, wenn die Sonne scheint und produziert dann nicht nur Strom, sondern sorgt auch dafür, dass die Autos der Fahrgäste der Seilbahn im kühlen Schatten stehen. Bei starkem Wind oder anderen widrigen Witterungsbedingungen, die die Anlage belasten, werden die Modulreihen in ein Depot eingezogen, das in der Mitte des Parkplatzes steht.

350 Megawatt Solarstrom pro Jahr

Mit der Anlage haben die SAK und der Betreiber, die Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg, ein Leuchtturmprojekt realisiert. Denn für die Energiewende und den Ausbau der Photovoltaik sind solche bereits versiegelten Flächen bestens geeignet. Bei der üppigen Überdachung von großen Parkplätzen mit Solaranlagen besteht die Möglichkeit, viele Module auf schon erschlossenen Flächen zu installieren und so einen großen Teil des künftigen Strombedarfs abzudecken. Die Anlage in Kronberg erzeugt immerhin laut Prognosen der Planer jedes Jahr etwa 350.000 Kilowattstunden Solarstrom. Der Vorteil ist, dass der Strom aus solchen Parkplatzüberdachungen für das Laden von Elektroautos genutzt werden kann. Dafür haben die SAK hat dazu in Jakobsbad-Kronberg schon entsprechende Ladesäulen aufgebaut.

Bürgerbeteiligung ist möglich

Die SAK und die Betreibergesellschaft der Luftseilbahn wollen das Projekt zudem mit Bürgerbeteiligung realisieren. Dazu verkaufen die SAK den Interessenten Nutzungsrechte für die Solarmodule über 15 Jahre. Ein Viertel Modul gibt es für 200 Schweizer Franken. Derzeit stehen noch etwa 500 von 1.320 dieser Beteiligungsrechte zur Verfügung. Die Investition vergütet die SAK und die Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg mit Erlebnisgutscheinen des Kronbergs im Wert des produzierten Solarstroms. Interessierte finden alle Details auf der Internetseite der SAK.

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Wer darf wem den Wind wegnehmen?


Nicole Weinhold

Der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat sich mit benachbarten oder benachbart geplanten Windenergieanlagen beschäftigt und deren möglicher negativer Wirkung auf einander, was etwa Ertragsminderung anbelangt. Soweit mehrere Vorhaben derart miteinander konkurrieren, dass nicht alle uneingeschränkt genehmigungsfähig sind, nach dem Prioritätsprinzip dem früheren Vorhaben der Vorzug zu geben sei, erklärt die Maslaton Rechtsanwaltgesellschaft das Urteil. Dem immissionsschutzrechtlichen Vorbescheid komme zumindest hinsichtlich der Frage von Turbulenzabständen eine Rangsicherungsqualität zu.

"Die Genehmigungsbehörde hat bei der Abgrenzung der Verantwortung für die Bewältigung des Konflikts der durch den Betrieb zweier unverträglich naher Windenergieanlagen entsteht, für eine sachgerechte Lastenverteilung, den Vorrang zugunsten des älteren Vorhabens zu beachten", so Maslaton. Zur Bestimmung der Prioritäten werde dabei auf den Zeitpunkt der Einreichung eines prüffähigen Genehmigungsantrags abgestellt. Der Zeitpunkt der Vollständigkeit der Antragsunterlagen sei der letzte Zeitpunkt, der allein in der Einflusssphäre des Antragsstellers liegt, bevor der weitere Verfahrensablauf von anderen behördlichen Handlungen abhängig werde.

Bei der Senatssitzung ging es zudem um die Fragein, welchem Verhältnis ein BImSch-Vorbescheid zu einem BimSch-„Voll“-Bescheid steht; soweit gleichrangige Anträge in einer echten Konkurrenz stehen und die Antragsteller jeweils nur eine von beiden Anlagen wirtschaftlich realisieren könne. Unter Rückgriff auf § 10 S. 2 VwVfG und ebenfalls unter Rückgriff auf das Willkürverbot nach Art. 3 GG stellte der Senat laut Maslaton zunächst fest, dass zügig und letztlich nach Eingang entschieden werden müsse. Bei Fragen von Turbulenzen sei dabei das Prioritätsprinzip auch ein geeignetes Auswahlkriterium. Mehr hier.

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